Wie schütze ich mein Kind vor sexuellem Missbrauch?

Nichts schürt die Ängste von Eltern so sehr wie das Thema sexueller Missbrauch an Kindern. Durch die mediale Aufbereitung grausamer Fälle durch bestialische Fremdtäter wird diese Angst noch zusätzlich genährt.

Die Fallarbeit lehrt aber, dass ca. 90% aller Missbrauchsfälle im sozialen Nahfeld der Kinder geschehen. Täter (Verwandte, Nachbarn, Lehrer, Sporttrainer, Ärzte, Pfarrer etc.) und Opfer kennen sich schon über einen langen Zeitraum, sind sich gegenseitig vertraut. Daher reicht die oft gehörte Warnung „Geh mit keinem Fremden!“ schon lange nicht mehr aus, um Kinder wirkungsvoll vor Missbrauch zu schützen.

Die Kinder auf Schritt und Tritt zu kontrollieren und zu bewachen, immer zu wissen, wo sie sich gerade befinden, mit wem sie aktuell unterwegs sind, könnte deren Schutz zwar erhöhen. Aber: Kinder brauchen Freiräume, um sich zu erproben, um selbständig zu werden und ihre Persönlichkeit zu entfalten. Sie müssen eigene Erfahrungen machen dürfen und sich dabei auch schon mal eine im übertragenen Sinne „blutige Nase“ holen dürfen.Wie aber kann ein Ausweg aus diesem Dilemma dann aussehen?

Der beste Schutz vor sexuellem Missbrauch liegt zu einem großen Teil im Kind selbst. Starke und selbstbewusste, auf ihr Gefühl vertrauende Kinder werden seltener Opfer sexueller Gewalt.

Ich möchte Eltern mit diesem Angebot Anregungen geben, wie eine präventive Erziehungshaltung aussehen kann, die die gesamte Persönlichkeitsentwicklung des Kindes in den Blick nimmt.

(zurück)

Advertisements